Schützenverein Stahringen 1956 e. V.

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Was braucht der Schütze um eine WBK zu beantragen?

Für den Umgang mit Waffen oder Munition ist in den meisten Fällen eine Erlaubnis erforderlich.
Für den Erwerb oder Besitz von erlaubnispflichtigen Schusswaffen benötigen Sie eine Waffenbesitzkarte.
In dieser registriert die Behörde Ihre Waffen. Haben Sie bereits eine Waffenbesitzkarte,
trägt die Behörde darin alle weiteren Waffen ein, die Sie erwerben.
Auch für die Munition der eingetragenen Schusswaffen benötigen Sie eine Erlaubnis.
Sie wird ebenfalls in der Waffenbesitzkarte vermerkt. Für andere Munitionsarten erhalten Sie
die Erlaubnis durch einen Munitionserwerbsschein.

Hinweis: Möchten Sie eine Waffe nicht nur besitzen, sondern auch außerhalb

  • Ihrer eigenen Wohnung,
  • der eigenen Geschäftsräume,
  • des eigenen befriedeten Besitztums (z.B. eingezäuntes Grundstück) oder
  • einer Schießstätte

bei sich führen, benötigen Sie zusätzlich einen Waffenschein.

Sie müssen Schusswaffen in jedem Fall ordnungsgemäß aufbewahren. Erlaubnispflichtige Schusswaffen
dürfen Sie nur in den dafür vorgeschriebenen Sicherheitsbehältnissen aufbewahren.

Tipp: Erkundigen Sie sich bereits vor Erwerb einer Waffe über die geltenden Vorschriften.
Setzen Sie sich zur Klärung von Fragen mit der zuständigen Behörde in Verbindung.

Achtung: Der unerlaubte Umgang mit Waffen und Munition ist eine Straftat –
in bestimmten Fällen eine Ordnungswidrigkeit.

Voraussetzungen:

Voraussetzungen für die Erteilung einer Waffenbesitzkarte sind:

  • Mindestalter

  • - 18 Jahre
    - Sportschützinnen und Sportschützen, die bestimmte Waffen erwerben wollen oder besitzen: 21 Jahre


  • Zuverlässigkeit (Sie dürfen vor allem keine Vorstrafen haben)


  • persönliche Eignung
    Die erforderliche persönliche Eignung besitzen Sie beispielsweise nicht,
    wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie

    - geschäftsunfähig,
    - alkoholabhängig oder
    - psychisch krank sind
  • Sachkunde
    Den erforderlichen Nachweis der Sachkunde über die wichtigsten waffenrechtlichen Vorschriften
    und den sicheren Umgang mit Waffen und Munition einschließlich ausreichender Fertigkeiten im
    Schießen mit Schusswaffen können Sie durch eine Prüfung beim zuständigen Regierungspräsidium erlangen.
    In bestimmten Fällen können Sie die Sachkunde auf andere Weise (z.B. durch die Jägerprüfung
    oder für Sportschützinnen und Sportschützen durch erfolgreiche Teilnahme an einem staatlich anerkannten Sachkundelehrgang) nachweisen.
  • Nachweis eines Bedürfnisses
    Das Bedürfnis (ein vernünftiger Grund) kann sich aus einem besonderen persönlichen oder wirtschaftlichen
    Interesse ergeben. Ein solches haben vor allem:

    - Jägerinnen und Jäger
    - Sportschützinnen und Sportschützen
    - Waffensammlerinnen und Waffensammler
    - gefährdete Personen
    - Personen, die Waffen herstellen oder mit ihnen handeln
    - Unternehmerinnen und Unternehmer des Bewachungsgewerbes

Verfahrensablauf:

Sie müssen die Waffenbesitzkarte bei der zuständigen Behörde beantragen.

Die zuständige Behörde prüft, ob Sie die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen.
Dazu holt sie folgende Auskünfte ein:
  • Auskunft aus dem Bundeszentralregister
  • Auskunft aus dem zentralen staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister
  • Stellungnahme der örtlichen Polizeidienststelle

Die persönliche Eignung, die Sachkunde und das Bedürfnis müssen Sie selbst nachweisen.

Hat die zuständige Behörde Bedenken, ob Sie persönlich geeignet sind, kann sie ein

  • amts- oder fachärztliches oder
  • fachpsychologisches Zeugnis verlangen.

Hinweis: Wenn Sie noch nicht 25 Jahre alt sind, müssen Sie für die erstmalige Erteilung
einer Erlaubnis zum Erwerb und Besitz einer Schusswaffe in jedem Fall ein amts- oder
fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis über die geistige Eignung vorlegen.

Erforderliche Unterlagen:

  • ausgefülltes Antragsformular
  • Personalausweis oder Reisepass (bei ausländischen Staatsangehörigen: Nationalpass)
  • möglicherweise ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis

Die weiteren erforderlichen Unterlagen sind abhängig vom Grund Ihres Bedürfnisses
zum Erwerb und Besitz einer Waffe und von der Art der Waffen,
für die Sie eine Waffenbesitzkarte beantragen:

  • Sportschützinnen und Sportschützen:

    - Bescheinigung eines anerkannten Schießsportverbandes über das Bedürfnis und eine
      mindestens zwölfmonatige schießsportliche Betätigung
    - Sachkundenachweis
  • Jägerinnen und Jäger: gültiger Jagdschein
  • Erbinnen und Erben einer Waffe: Welche Unterlagen Sie im Erbfall vorlegen müssen,
    erfahren Sie unter "Waffenbesitzkarte im Erbfall".
  • Sammlerinnen und Sammler:
    - Sachkundenachweis
    - Nachweis über die kulturhistorische Bedeutung der beabsichtigten Anlegung
      oder Erweiterung einer Waffensammlung
  • gefährdete Personen:
    - Sie müssen glaubhaft machen, dass Sie wesentlich mehr als die Allgemeinheit
      durch Angriffe auf Leib oder Leben gefährdet sind und dass der Erwerb und Besitz
      einer Schusswaffe geeignet ist, diese Gefährdung zu mindern.

    - Sachkundenachweis
Kosten:

Die Höhe der Gebühren richtet sich nach der kommunalen Gebührenregelung.
Erkundigen Sie sich bei der zuständigen Behörde.

Sonstiges:

Die Erlaubnis zum Erwerb einer Waffe erhalten Sie für die Dauer eines Jahres,
die Erlaubnis zum Besitz wird in der Regel unbefristet erteilt

Erwerben Sie Waffen aufgrund einer anderen Erlaubnis (z.B. Jagdschein),
müssen Sie das der zuständigen Behörde innerhalb von zwei Wochen schriftlich
mitteilen und die Waffen in Ihre Waffenbesitzkarte eintragen lassen.

Sie müssen Ihre Waffen so verwahren und transportieren,
dass Dritte nicht auf sie zugreifen können.

Erlaubnispflichtige Schusswaffen dürfen Sie nur getrennt von Munition
und in geeigneten Sicherheitsschränken aufbewahren.


Beim Transport müssen die Waffen ungeladen sein und sich in einem verschlossenen
Behältnis befinden. Andernfalls benötigen Sie einen Waffenschein zum Führen der Waffe.

Bei Verstößen gegen diese Sicherungspflichten müssen Sie mit Geldbußen
und Einziehung der Waffen rechnen. Bei schwerwiegenden Verstößen kann
Ihnen sogar eine Freiheitsstrafe drohen.

Rechtsgrundlage:

§ 4 Waffengesetz (WaffG) (Voraussetzungen für eine Erlaubnis)
§ 5 Waffengesetz (WaffG) (Zuverlässigkeit)
§ 6 Waffengesetz (WaffG) (Persönliche Eignung)
§ 7 Waffengesetz (WaffG) (Sachkunde)
§ 8 Waffengesetz (WaffG) (Bedürfnis)
§ 10 Waffengesetz (WaffG) (Erteilung von Erlaubnissen)
§ 36 Waffengesetz (WaffG) (Aufbewahrung von Waffen oder Munition)
Anlage 2 zum Waffengesetz (WaffG) – Waffenliste
§ 1 Verordnung der Landesregierung zur Durchführung des Waffengesetzes (Durchführungsverordnung zum Waffengesetz – DVOWaffG) (Allgemeine sachliche Zuständigkeit)

Downloads:

hier stellen wir Ihnen ein paar der oben genannten Unterlagen als Download zur Ferfügung.
Diese Unterlagen sind für den Lankreis Konstanz ausgestellt.
Andere Landkreise können diese Unterlagen bei den zuständigen Behörden bekommen.
Für die Gültigkeit oder Aktuallität der Unterlagen und des Textes übernimmt der Schützenverein Stahringen 1956 e.V. keine Haftung.